65 Betten-Klinik in Dekemhare eröffnet
Es
war ein langer Weg bis zu diesem Tag: 1994 begann das EHD in
Zusammenarbeit mit dem deutschen Dekemhare-Komitee für
den Bau eines Krankenhauses in Dekemhare die Werbetrommel zu
rühren. Am 7. Oktober wurde das 65-Betten-Hospital in Dekemhare
schließlich offiziell eröffnet. Die rund 45 000 Einwohner
von Dekemhare und die Bewohner der umliegenden Dörfer können
jetzt in einer der modernsten Kliniken des Landes medizinische
Hilfe finden.
Mahmud Sherifo (Minister for Local Administration) und Eritreas
Gesundheitsminister Salih Meki übernahmen den offiziellen
Part der Eröffnung und durchschnitten das Band am Eingang
der Klinik. Die Menschen aus Dekemhare und Umgebung konnten
an diesem Tag zum ersten Mal einen Blick in das neue und komplett
eingerichtete Krankenhaus werfen und strömten in Massen
zum "Tag der offenen Tür".
Festreden und Freudentanz
Zehn
Millionen Nakfa, umgerechnet rund 2,5 Millionen Mark haben der
Bau und die Ausstattung des Hospitals gekostet. Das eritreische
Gesundheitsministerium, die regionale Verwaltung, das regionale
Dekemhare-Entwicklungskomitee und acht humanitäre Organisationen
aus Deutschland und der Schweiz haben ihren Teil zum Gelingen
des Projekts beigetragen. Diese konzentrierte und einmalige
Zusammenarbeit wurde bei den Festreden durch Politiker, Vertreter
der Kirchen und der örtlichen Verwaltung ausdrücklich
als sehr konstruktiv
und positiv gewürdigt. Anschließend wurde mit Freudentänzen
und Gesang ausgiebig gefeiert.
Vollständige
medizinische Betreuung
Das Krankenhaus hat 130 Räume, die
neben den Zimmern für die Patienten mehrere Behandlungszimmer,
zwei OPs, ein Labor, die Radiologie, Pharmazie, eine Blutbank,
Küche und Verwaltungsräume beherbergen. Fünf
Ärzte, 17 Krankenschwestern, 24 Krankenpfleger, drei Laboranten,
zwei Radiologen und ein Zahnarzt garantieren die ganze Bandbreite
der modernen medizinischen Behandlung bis hin zur
endoskopischen Untersuchung - im alten Hospital in Dekemhare
gab es nicht einmal einen Operationssaal.
Eine
ganze Region wird mit versorgt
Das Dekemhare Hospital dient gleichzeitig
als medizinisches Zentrum für umliegende Mini-Hospitäler.
Damit hat sich in einem der bevölkerungsreichsten Teile
Eritreas die medizinische Versorgung entscheidend verbessert.
Das EHD hat in Zusammenarbeit mit dem deutschen Dekemhare-Komitee
zu diesem Projekt mit Spenden in Höhe von 141 200 Mark
und zahlreichen Sachspenden an medizinischen Geräten beigetragen.
Das ist zwar gemessen an der Gesamtsumme ein bescheidener Betrag,
aber nicht zuletzt hat der gemeinsame aktive Einsatz des EHD
und des Dekemhare-Komitees dazu beigetragen, Partner wie "Brot
für die Welt", Misereor und das "Schweizer Rote
Kreuz" für die Verwirklichung dieses Projektes zu
gewinnen.
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