Hilfe zur Selbsthilfe ist unser Programm
Humanitäre Arbeit des EHD in schwierigen Zeiten
Die Auswirkungen des Grenzkonfliktes haben projektbezogene Aktivitäten erheblich beeinflusst. Priorität war bis weit nach einem Friedensvertrag im Dezember 2000 und der Einstellung der Feindseligkeiten die Unterstützung der Vertriebenen im eigenen Land und Flüchtlinge im angrenzenden Sudan. Durch die Errichtung einer “Temporären Sicherheitszone” durch UN Friedenstruppen konnten viele Bewohner nicht in ihre Dörfer zurückkehren und mussten in Auffanglagern versorgt werden. Großes Problem waren zudem die verminten Gebiete, die erst noch geräumt werden mussten und die Zerstörung der Infrastruktur.
Vorwiegend gingen unsere Spenden in die Nahrungsmittelversorgung von Flüchtlingen und Zwangsdeportierten aus Äthiopien, sowie in die medizinische Grundversorgung. Es wurden Sachspenden der Pharmaindustrie, von Kliniken und Apoptheken geliefert. In Zusammenarbeit mit der Organisation Terra Tech und dem Auswärtigen Amt der Bundesregierung wurden Medikamente versendet. Zudem kam eine verheerende Dürreperiode, die die eigene Nahrungsmittelproduktion und Viehzucht, sowie die Wasserversorgung auf ein Viertel reduzierte. Die eritreische Hilfsorganisation ERREC musste auch diese Menschen retten, wozu das EHD Spenden zur Verfügung gestellt hat.
Mit Projektpartnern zu Selbsthilfeprojekten
Anfang der 2000er Jahre hat sich das EHD mit Partnern zusammengeschlossen , um Projekte wie Neubauten oder Renovierungen von Schulen und Waisenheimen finanzieren zu können. Das eritreische Gesundheitswesen wurde zu einem wichtigen Inhalt unserer Projekte.
Dentalprophylaxe mit Reihenuntersuchungen an Schulen mit einem gespendeten “Zahnmobil”, sowie sein Pendant als “Hörmobil” für Gehöruntersuchungen wurden dem Gesundheitsministerium übergeben. Die schon in den 90er Jahren begonnene Modernisierung der Anästhesie und Ausbildung von Fachkräften in eritreischen Kliniken wurde zu einem Schwerpunkt unserer Unterstützung.
Mit Projektpartnern in Deutschland und des Ministeriums BMZ konnte das EHD mit Finanzmitteln für den Bau von zahlreichen Staudämmen, Zisternen und Brunnen dazu beitragen, die Wasserversorgung in ländlichen Gebieten Eritreas für viele Dorfbewohner zu verbessern. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und Wasserkonservierung zur Bewässerung der Landwirtschaft ist eine wesentliche Priorität zur Entwicklung Eritreas und ist ausschlaggebend zur Ernährungssicherheit der Bevölkerung.
Ein wesentlicher Meilenstein war die Ausbildung von Anästhesisten und Intensivmediziner am Asmara College of Health Science. Im Rahmen von Klinikpartnerschaften in Zusammenarbeit mit der GIZ und der Else Kröner Fresenius Stiftung forcierte das EHD den Ausbau der Anwendung von Untraschalluntersuchungen in allen medizinischen Bereichen: Deutsch Ärzte und Ultraschallspezialisten gaben ihr Wissen als Referenten weiter, modernste Ultraschallgeräte wurden geliefert.
Der grösste Erfolg einer Hilfsorganisation ist der, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Bisherige Schwerpunktbereiche der humanitären Arbeit des EHD wurden zunehmend von eigenen Entwicklungsprojekten Eritreas im Bereich Landwirtschaft, Wasserversorgung und Gesundheitswesen vollständig ausgefüllt.
Projekte mit Organisationen und Vereinigungen...
wird der nächste Schwerpunkt in der mehrteiligen Dokumentation über die Arbeit des EHD zu seinem 50 jährigen Bestehen.






