Das Land Eritrea Das Land Eritrea erkämpfte sich nach dreißig langen Kriegsjahren 1991 die Unabhängigkeit von Äthiopien. 1993 entschied sich die Bevölkerung in einem Referendum für die nationale Unabhängigkeit. Am südlichen Teil des Roten Meeres gelegen, grenzt es an Sudan, Äthiopien und Djibouti. Mit 124 000 Quadratkilometern ist es etwa ein Drittel so groß wie Deutschland. Die rund 6 Millionen Einwohner gehören neun Volksgruppen an. Jede Gruppe spricht eine eigene Sprache. 85 Prozent der Menschen leben auf dem Lande und betreiben Ackerbau und Viehzucht. Ein Viertel der Landbevölkerung lebt als Nomaden und Halbnomaden. Bei den Weltanschauungen gibt es Vielfalt. Muslime und orthodoxe Christen bilden die zwei größten Gruppen, während Katholiken, Protestanten und Naturreligionen unterschiedlich stark vertreten sind. Endlich Frieden! 20 Jahre lang lebten die Menschen in Eritrea und Äthiopien in einem Zustand zwischen Krieg und Frieden. Dann, im Sommer 2018, überschlugen sich die Ereignisse: Äthiopiens neuer Ministerpräsident Abiy Ahmed erklärte, dass Äthiopien das Urteil der internationalen Schiedskommission von 2002, welche die Grenze zwischen beiden Ländern festlegte, akzeptiere. Damit war das Eis gebrochen. Kurz darauf wurde eine gemeinsame Friedenserklärung zwischen beiden Ländern unterschrieben. Mehr noch: Eritreas Präsident Isaias Afewerki und Abiy Ahmed vereinbarten in einer Fünf-Punkte- Erklärung die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen sowie eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.