Eritrea

Das Land

Die historischen Wurzeln Eritreas gehen ins erste Jahrtausend vor Christus zurück, als semitische Einwanderer auf dem heutigen Staatsgebiet Eritreas die ersten Stadtstaaten gründeten. Die Geschichte des Landes ist gezeichnet durch wechselnde Eroberungen, erst durch die Osmanen, später durch die Ägypter. Der italienische Kolonialismus seit 1890 formte Eritrea in seinen heutigen Grenzen.

Am südlichen Teil des Roten Meeres gelegen, grenzt es an Sudan, Äthiopien und Djibouti. Mit 124.000 Quadratkilometer ist es etwa 1/3 so groß wie Deutschland. Die rund 6 Millionen Einwohner gehören neun Volksgruppen an. Jede Gruppe spricht eine eigene Sprache. 85 Prozent der Menschen leben auf dem Lande und betreiben Ackerbau und Viehzucht. Ein Viertel der Landbevölkerung lebt als Nomaden und Halbnomaden. Bei den Weltanschauungen gibt es Vielfalt. Muslime und orthodoxe Christen bilden die zwei größten Gruppen während Katholiken, Protestanten und Naturreligionen unterschiedlich stark vertreten sind.

Der Unabhängigkeitskrieg

Eritrea erkämpfte sich nach dreißig langen Kriegsjahren 1991 die Unabhängigkeit von Äthiopien. 1993 entschied sich die Bevölkerung in einem Referendum für die nationale Unabhängigkeit.

Nach einem erneuten Grenzkrieg 1998 lebten die Menschen in Eritrea und Äthiopien 20 Jahre lang in einem Zustand zwischen Krieg und Frieden, da der Schiedsspruch der unabhängigen Kommission von der äthiopischen Regierung nicht akzeptiert wurde.

Der Frieden

Im Sommer 2018 vereinbarten Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed und Eritreas Präsident Isaias Afewerki ein Friedensabkommen und eine Fünf-Punkte-Erklärung zur Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen sowie eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.

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