Trinkwasser Kena Hayela

Frisches Trinkwasser in Kena Hayela

Sauberes Wasser aus dem Wasserhahn ist in Eritrea nicht überall Realität. In dem Dorf Kena Hayela wurde 2005 ein Projekt des EHD fertig gestellt, das die Wasserversorgung für rund 10.000 Menschen verbessern soll.
Nur jeder 14. Mensch in Eritrea hat über eine lokale oder zentrale Wasserversorgung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem in den ländlichen Gebieten des Landes, auch in Kene Hayele, wird das lebenswichtige Gut oft aus offenen Quellen und Brunnen geschöpft. Diese Wasserstellen sind gleichzeitig die Quelle für Infektionskrankheiten, weil die Tiere diese Wasserstellen als Tränke nutzen und verunreinigen.

Meist sind Wasserstellen und Brunnen weit entfernt von den Dörfern. Stundenlange Fußmärsche zum Wasser holen sind deshalb keine Seltenheit. Meist ist dies die Aufgabe der Mädchen und Frauen. Mit unserem Projekt in Kene Hayele erreichen wir deshalb gleich mehrere wichtige Ziele: Die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser ist ein Beitrag für die Gesundheit der Menschen und gleichzeitig eine Entlastung der Frauen.

 

Im Talgrund wurden zwei 60 Meter tiefe Bohrlöcher in einen geologisch ermittelten Grundwasserstrom gebohrt.Beide Pumpstationen sind in den Bohrlöchern installiert, das Pumpenhaus ist gebaut und der Generator ist angeschlossen  Diese speisen einen auf sechs Meter hohen Betonstützen stehenden Hochbehälter mit einem Volumen von 65 Kubikmeter. Zunächst wurden zwei Zapfstellen im Ort (eine in der Ortsmitte, eine nahe der Schule) sowie separate Viehtränken daran angebunden. . Nur die natürliche Gravitation zwischen dem Wasseraufbereitungsbecken am höchsten Platz des Dorfes und den Entnahmestellen 100 bis 1000 m voneinander entfernt lassen das  hoch gepumpte Wasser zu den Wasserhähnen rauschen.

 

Die Zapfstellen wurden mit automatisch schließenden Wasserhähnen ausgerüstet, damit so wenig Wasser wie möglich “vergeudet” wird. Das Wasserreservoir erhielt noch ein Dach, die Bohrstellen wurden eingezäunt und auf die Sockel der Wasserstellen gehörte noch ein Gitter, sowie Türen an die Eingänge

Zusätzlich wurde ein Handbrunnen gesäubert, vertieft und abgesichert.
Die Bevölkerung brachte ihre Arbeitskraft ein und unser Projektpartner in Eritrea, das Kena Hayela Wasserkomitee, übernahm nach Abschluss der Bauarbeiten die Verantwortung für Wartung und Instandhaltung . Dazu trugen die Bewohnerinnen und Bewohner bei, indem sie einen “Wasserpfennig” bezahlten.
In einem zweiten geplanten Bauabschnitt wurden die umliegenden Dörfer ebenfalls an die Wasserversorgung angebunden . Damit ergibt sich eine planerische Kapazität, durch die rund 10. 000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt werden konnten.Die Menschen sind überglücklich und können nun endlich das kostbarste Gut Wasser geordnet und ohne riesigen Zeit und Wegaufwand für sich nutzen.

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