Unterstützung der AIDS-Selbsthilfeorganisation BIDHO

In Eritrea leben rund 35.000 Menschen mit HIV/AIDS. Sie werden vom Gesundheitsministerium kostenlos mit den nötigen antiretroviralen Arzneimitteln für die Therapie versorgt (ART). Die National BIDHO Association of Eritrea betreut diese Menschen, die sich teils auch in regionalen und lokalen Selbsthilfegruppen organisiert haben. BIDHO leistet Aufklärungsarbeit auf Festivals und Veranstaltungen und unterhält eine Telefon-Hotline. Das EHD unterstützt derzeit zwei Projekte: 

Aufklärung von HIV-positiven Kindern und Jugendlichen durch sogenannte „Better-Life“ Seminare (5.000 Euro) Einkommenssichernde Projekte wie die Ausbildung alleinstehender Frauen zur Weberin (10.000 Euro) 

 

Better-Life-Seminare für Kinder und Jugendliche

Um das Ziel der weiteren Reduzierung von HIV/AIDS zu erreichen, müssen vor allem junge Menschen im Alter bis zu 18 Jahren aufgeklärt werden. Bei den Better-Life-Seminaren, die das EHD unterstützt, werden rund 200 junge Menschen erreicht – infiziert haben sich diese Kinder entweder bei der Geburt oder durch Muttermilch. HIV/AIDS ist nach wie vor ein Stigma in Eritrea. Daher reden Eltern oder betreuende Verwandte dieser Kinder nicht offen über die Krankheit mit ihren Kindern. Somit besteht in der Zielgruppe eine Wissenslücke über HIV im Allgemeinen und im Besonderen was den täglichen Umgang mit der Krankheit und der Vermeidung von Neuinfektionen betrifft. Kinder und Jugendliche, die oft ganz überraschend und unvorbereitet von ihrer Krankheit erfahren, werden oft depressiv und verzweifeln, weil sie nicht wissen, dass man mit medikamentöser Behandlung auch mit dem Virus leben kann. Durch die Seminare werden die Kinder nicht allein gelassen, sondern bekommen professionelle Hilfe und Unterstützung. Die ersten zwei Seminare mit jeweils über 60 Teilnehmern fanden im November und Dezember 2019 statt.  

 

Die 14-jährige Yanet berichtet über ihre Erfahrungen:

„Meine Eltern sind an HIV und ADIS gestorben, ich lebe mit meiner Großmutter – die hat mir vor einigen Jahren gesagt, dass ich mit HIV lebe – aber nicht mehr.“ Sie erklärte, warum ihr das Seminar sehr gefallen habe: „Ich habe so viele Dinge gelernt, die ich nicht wusste. Zum Beispiel sagte mir meine Großmutter, dass ART (Medikament für Menschen, die mit HIV leben) gut sei, um mich vor Malaria zu schützen. Dank des Trainings weiß ich jetzt, dass ART eine Tablette ist, die ich einnehmen muss, um mein Leben zu verlängern und gesund zu sein. Das Wichtigste ist, dass ich erfahren habe, dass es viele Kinder gibt, die wie ich mit dem Virus leben und ich habe hier auch einige Freunde gefunden. Diese Art von Training sollte mit allen betroffenen Kindern durchgeführt werden, damit wir alle die Krankheit und uns selbst besser verstehen können.“ 

 

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